alles über Berlin

Alles was du in Ostberlin gesehen haben musst

Alles was du in Ostberlin gesehen haben musst

Wolltest du schon immer mal in die Welt des früheren sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates DDR eintauchen? Erkunde die frühere Hauptstadt des kalten Krieges, Besuche Orte, an denen einst Geheimpolizisten und Spione anzutreffen waren und wandle auf einstigen Fluchtwegen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ostberlin zählen neben dem weltberühmten Alexanderplatz mit dem Fernsehturm, auch die Graffiti-Kunst an der East Side Gallery, das imposante Bauensemble der Museumsinsel, der Gendarmenmarkt, die Hackeschen Höfe oder auch das Nicolaiviertel – die Geburtsstätte Berlins. Noch dazu kannst du im Ostteil der Stadt aber auch hervorragend das Nachtleben genießen – so zum Beispiel in der Simon-Dach-Straße oder auf dem RAW-Gelände.

Wir zeigen dir in diesem Artikel was du in Ostberlin unbedingt gesehen haben musst und was du auf keinen Fall verpassen solltest.

Sozialistische Architektur auf dem Alexanderplatz

Auf dem „Alex“, wie ihn die Berliner liebevoll nennen, bekommst du einen Eindruck der typischen DDR-Architektur. Einst sollten die Gebäude hier den Glanz des Landes zur Schau stellen. Zugegebenermaßen gewinnt der Alexanderplatz wohl keinen Schönheit, dafür ist er aber Zeuge der Geschichte des kalten Krieges.

Zu den Highlights zählt zum Beispiel der Brunnen der Völkerfreundschaft. Wusstest du, dass der auch als Nuttenbrosche bekannt ist? Zu Ostzeiten haben sich hier nämlich viele Damen aus dem Osten im heutigen Park Inn Hotel reichen Touristen aus dem Westen angeboten.

Auch die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz ist eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Die rund 10 m hohe Uhrenanlage zeigt eine symbolische Weltdarstellung. 148 Orte kannst du hier erkennen und deren Zeit ablesen. Die Weltzeituhr wird übrigens mit einem Trabantgetriebe (du weißt schon – die alten DDR-Autos) angetrieben und ist ein beliebter Treffpunkt sowohl bei Touristen als auch bei Berlinern.

Rund um den Alexanderplatz herum sind riesige graue Blockbauwerke errichtet. Hier befand sich zu DDR-Zeiten das Haus des Lehrers, das Haus des Berliner Verlages und tatsächlich auch das Haus des Reisens. Dabei hielten sich vor allem Auslandsreisen zu DDR-Zeiten für normale Bürger stark in Grenzen.

Wenn du mal ein richtiges und vor allem authentisches altberliner Restaurant erleben möchtest, können wir dir die Zillestuben im Nikolaiviertel ans Herz legen. Hier kannst du dich mit hausgemachter deutscher Küche bei altberliner Musik verwöhnen lassen.

Der Berliner Fernsehturm

Gleich neben dem Alexanderplatz, auf der anderen Seite der S-Bahn Gleise, findest du den Fernsehturm. Der 1969 eingeweihte Turm ist mit seiner Höhe von 368 m nicht nur von weitem erkennbar sondern er prägt auch ganz entscheidend die Berliner Skyline. Außerdem ist er der höchste Turm Deutschlands. In der riesigen Kugel des Fernsehturms findest du nicht nur eine Aussichtsplattform in 203 m Höhe sondern auch ein Restaurant, das sich 360° um seine eigene Achse dreht. So kannst du hier gemütlich speisen und hast in einer Stunde ganz Berlin von oben gesehen. An sonnigen Tagen kannst du von hier aus bis zu 70 km weit sehen.

Der Fernsehturm wurde damals natürlich nicht nur gebaut, um die Radio- und TV-Übertragung zu verbessern, seine imposante Höhe sollte auch die Überlegenheit der DDR gegenüber dem westlichen Regime demonstrieren. Deshalb erhielt der Fernsehturm von den Berlinern so lustige Spitznamen wie „Imponierkeule“ oder auch „Protzstengel“. Heute ist der Turm eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins und wird jedes Jahr von mehr als 1 Million Besuchern auf ihrer Berlin Reise angesteuert.

Wo?

Berliner Fernsehturm: Panoramastraße 1A, 10178 Berlin

Die Geburtsstätte Berlins – das Nikolaiviertel

Vom Alexanderplatz gelangst du über die Rathausstraße, vorbei am Roten Rathaus, direkt zum Nikolaiviertel, der Geburtsstätte der heutigen deutschen Hauptstadt. Die einstige Altstadt wurde 1987 anlässlich des 750-jährigen Jubiläums von Ostberlin wieder hergestellt und enthält seitdem auch einige typische achtziger Jahren Bauten. Der Wiederaufbau ist also nicht originalgetreu, bietet dir aber einen interessanten Mix aus historischen und modernen Formen und Materialien. Das Nikolaiviertel zählt zu den erfolgreichsten Projekten des Städtebaus in der DDR und lockt heute unzählige Touristen aus aller Welt an.

Sehenswert ist vor allem die Nikolaikirche, die von denkmalgeschützten Bauwerken wie zum Beispiel dem prächtigen Ephraimpalais im Rokoko-Stil umgeben ist. Außerdem gibt es hier zahlreiche kleine Shops in den engen Gassen, die zum stöbern einladen. Falls du mit Hunger ins Nikolaiviertel gekommen bist, findest du hier unzählige und zum Teil wirklich gute Restaurants.

Wo?

Nikolaiviertel: Rathausstraße 21, 10178 Berlin

Jugendstil in den Hackeschen Höfen

Rechts entlang am Spreeufer gelangst du zu den Hackeschen Höfen. Mit ihren eindrucksvollen, vom Jugendstil geprägten Fassaden, offenbaren dir die wundervollen kleinen Hinterhöfe ein einzigartiges Flair und einen Mix aus Kultur, Shopping und Nachtleben. Seit dem Fall der Berliner Mauer sind die Hackeschen Höfe eine zentrale Anlaufstelle für Berlin-Besucher und Szenegänger. Die Höfe liegen im historischen Scheunenviertel in der Spandauer Vorstadt. Sie bilden das zweithäufigste geschlossene Hofareal des Landes, das seit 1972 sogar unter Denkmalschutz steht.

Heute befinden sich die Höfe zwar mitten in Berlin, jedoch lag dieses Gebiet im 17. Jahrhundert außerhalb des Stadtgebietes. Hier wurde in unzähligen Scheunen einst Stroh und Heu gelagert. Die Scheunen mussten außerhalb der Stadtmauern Berlins sein, um Brände im Herzen der Stadt zu vermeiden.

Ganze acht Höfe sind hier heute miteinander verbunden und beherbergen kleine Boutiquen, Shops, Galerien, Theater und sogar ein kleines Kino.

Außerdem findest du hier auch das Haus Schwarzenberg. Dieses Bauwerk war nicht nur ein Fabrikgebäude mit Wohnraum, sondern auch Sitz der DEFA, eine Bürstenwerkstatt und sogar ein Versteck für eine jüdische Familie. Das Haus Schwarzenberg zählt zum Flächendenkmal Spandauer Vorstadt und ist heute zwischen Edelboutiquen und Starbucks gelegen. Du erkennst dieses geschichtsträchtige Haus sofort, weil es sich von den umliegenden Gebäuden mit seinem authentischen Charakter deutlich abhebt. Die Fassaden des schmalen Hinterhofganges sind von Streetart und Graffiti durchzogen. Dieses Gebäude ist ein Zeugnis der deutschen Geschichte und heutzutage ein Ort internationaler kreativer Subkultur. Hier findest du auch den Eingang zum Anne Frank Museum.

Wo?

Hackesche Höfe: Rosenthaler Straße 40-41, 10178 Berlin

Die Museumsinsel – ein europaweit einzigartiges Ensemble

Nur 10 Minuten zu Fuß vom Nikolaiviertel kommst du zur Museumsinsel. Das Museumsensemble vereint fünf der wichtigsten staatlichen Museen Berlins. Das wohl berühmteste davon ist das Pergamonmuseum mit dem weltbekannten Pergamon Alter. Aber auch die Büste der Nofretete-der schönen ägyptischen Königin-im neuen Museum gelangte zu Weltruhm. Wegen ihrer Bauweise werden die klassizistischen und monumentalen Bauwerke des Neuen und Alten Museums und der Nationalgalerie auch liebevoll als „Spree Athen“ bezeichnet. Neben diesen vier Museen zählt auch der prächtige Bau des Bodemuseums zum Unesco Weltkulturerbe.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die fünf Museen recht stark beschädigt und zerstört und die Kollektionen wurden aufgrund der folgenden deutschen Teilung zwischen Westberlin und Ostberlin aufgeteilt. Nach der Wiedervereinigung kannst du nun auch die Sammlungen der Prähistorie, der Antike und die Kunst des 19. Jahrhunderts auf der Museumsinsel vereint bewundern.

Erst im Jahr 2020 wurde die James Simon Galerie eröffnet, die alle Gebäude miteinander verbinden und einen würdigen Eingangsbereich für die Museumsinsel schaffen soll. Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel werden weitere Baumaßnahmen in den kommenden Jahren folgen.

Wo?

Museumsinsel: Bodestraße, 10178 Berlin

Ein Hauch von Paris auf dem Gendarmenmarkt

Weiter auf der Prachtstraße Unter den Linden entlang in Richtung Brandenburger Tor kannst du auf Höhe Friedrichstraße einen Abstecher zum Gendarmenmarkt machen. Der Platz erstreckt sich über 3,3 ha und zählt zu den wichtigsten Sightseeing Hotspots der Hauptstadt. Auf der einen Seite des Platzes steht der französische, auf der anderen der Deutsche Dom und auf der Längsseite das Konzerthaus. Der französische Dom lohnt sich besonders für einen Besuch, denn nach einem Aufstieg gelangst du auf seine Aussichtsplattform und hast eine wunderbare Aussicht über Berlins historische Mitte. Außerdem findest du hier im französischen Dom auch das Hugenottenmuseum. Dieses gibt dir einen Einblick in die Geschichte der Hugenotten, die sowohl in Berlin als auch in Brandenburg lebten. Wenn du an der Geschichte der parlamentarischen Demokratie Deutschlands interessiert bist, solltest du auch ein wenig Zeit für den deutschen Dom einplanen. Hier findest du eine Ausstellung zum Thema.

Als Kulturliebhaber solltest du dir auf gar keinen Fall die erstklassigen Aufführungen des Konzerthauses entgehen lassen. Das imposante Bauwerk ist mit zahlreichen Figuren an der Fassade geschmückt. An der Hauptfront des Konzerthauses kannst du die mythologischen Nuancen und Figuren bewundern, welche die Themen Musik, Theater und Kunst repräsentieren sollen. Wenn du neugierig bist, wie das Konzertgebäude von innen aussieht, kannst du an einem kostenlosen Rundgang teilnehmen.

Vor dem Eingang des Konzerthauses kannst du das Schillerdenkmal mit den vier Frauenfiguren bewundern, dass anlässlich des 100. Geburtstags von Friedrich Schiller hier aufgestellt wurde.

Rund um den Gendarmenmarkt sind ansonsten nur die namhaftesten Hotels und weltbekannte Banken angesiedelt, daneben auch zahlreiche Immobilienkanzleien und einige Kliniken. Außerdem findest du hier auch viele Cafés und Restaurants. Flanier doch durch die edlen Shops und die luxuriösen Boutiquen und schlender dann weiter in die Friedrichstraße, der nahegelegenen Einkaufsmeile.

Im Winter lockt der Gendarmenmarkt übrigens mit dem vielleicht schönsten Weihnachtsmarkt Berlins. Gegen einen geringen Eintrittspreis kannst du den Weihnachtszauber mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm direkt vor dem Konzerthaus leicht miterleben.

Wenn du Musikfan bist, kannst du hier in den Sommermonaten das Klassik Open Air besuchen.

Wo?

Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Symbol der Wiedervereinigung – das Brandenburger Tor

Auf deiner Sightseeing Tour durch Ostberlin darf natürlich der Besuch des Brandenburger Tors auf gar keinen Fall auf deiner To-do-Liste fehlen. Das Brandenburger Tor kann auf eine bewegende Geschichte zurückblicken und war einst ein Stadttor. Zu DDR-Zeiten lag es hinter der Grenzlinie und befand sich daher im sowjetischen Sektor Berlins. Am 13. August 1961 wurde um ganz Berlin ein Stacheldrahtzaun als Grenze gezogen, welcher mit Schützenpanzern und Wasserwerfern bewacht wurde. Später wurde hier dann die Mauer gebaut. Das Tor lag damals direkt auf dem Grenzstreifen und war für die Öffentlichkeit komplett unzugänglich.

Während des Mauerfalls und der Wiedervereinigung Deutschlands avancierte das Brandenburger Tor dann zum Symbol der Teilung. Unvergessen sind die Bilder auf denen jubelnde Menschen auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor ihre neugewonnene Freiheit feiern.

Im U-Bahnhof Brandenburger Tor findest du auch eine kleine Ausstellung über die Geschichte dieses Wahrzeichens. Außerdem erklären dir die Tafeln auf dem Pariser Platz in Bild und Text die bewegende Geschichte.

Wo?

Brandenburger Tor: Pariser Platz, 10117 Berlin

Die East Side Gallery – die längste Open Air Galerie der Welt

Falls du noch mehr über die Teilung der Stadt und die Berliner Mauer erfahren  möchtest, leg doch einen Stopp an der East Side Gallery im Bezirk Friedrichshain ein. Dieses Teilstück der Berliner Mauer war eigentlich die Hinterlandmauer direkt an der Spree. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 begannen Künstler damit, die Mauer in der Mühlenstraße mit Kunst zu verzieren. Mehr als 100 Künstler stellten die politischen Veränderungen in Form von intellektuellen, bunten und vielseitigen Motiven dar. Hier findest du politische Anklagen, smarte Sinnsprüche, Liebesbotschaften und die Glorifizierung des Lebens und der Freiheit. Und du findest hier auch so berühmte Kunstwerke wie den „Bruderkuss“ von Dimitri Vrubel, der den damaligen SED Staatssekretär Erich Honecker und sein sowjetisches Pendant Leonid Breschnew bei einem innigen Kuss zeigt. Auch der Trabbi, der durch die Mauer zu krachen scheint ist ein sehr bekanntes Motiv. Auf der anderen Seite der East Side Gallery befindet sich gleich das Spreeufer. Hier kannst du eine Pause mit Blick auf die Spree einlegen.

Wo?

East Side Gallery: Mühlenstraße 3-100, 10243 Berlin

Berliner Subkultur auf dem RAW – Gelände

8800 m² groß ist das ehemalige Reichsausbesserungswerk (kurz RAW), das nur 10 Minuten zu Fuß von der East Side Gallery entfernt ist. Hier kannst du die Berliner Subkultur noch live erleben. Das Gelände ist durchzogen von Streetart und Graffiti Kunst. Außerdem findest du hier Ausstellungen, Flohmärkte, Bars, Clubs, eine Kletterhalle und im Sommer sogar ein open air Kino. Das Gelände ist ein Schauplatz der Berliner Kreativszene und ein alternatives Kulturprojekt, welches du dir bei deiner Sightseeing Tour durch Ostberlin keinesfalls entgehen solltest. Mit dem Haubentaucher findest du hier sogar einen tollen Pool inmitten der Fabrikhallen, der nachts zum angesagten Club umfunktioniert wird.

Wo?

RAW Gelände: Revaler Straße 99, 10245 Berlin

Den Mauerbau hautnah nachempfinden an der Gedenkstätte Berliner Mauer

Gedenkstätte Berliner Mauer ©visitBerlin Foto: Guenter Steffen

die an der Bernauer Straße gelegene Gedenkstätte zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ostberlins. Hier kannst du die Zeit der Teilung, als die Berliner Mauer die Grenze zwischen West und Ostberlin zog, nachempfinden. Es gibt Zeitzeugen Berichte als Tonaufnahmen, als Videos und natürlich in Bild und Text. Denn gerade die Bernauer Straße war mit den damals direkt an der innerstädtischen Grenze gelegenen Wohnhäusern ein Ort an dem sich die Verzweiflung der Menschen über die Teilung ihrer Stadt besonders entlud. Denn die Häuser hier lagen auf der Ostseite, die Bürgersteige vor den Häusern aber bereits in Westberlin. Als am 13. August 1961 über Nacht die Grenze abgesperrt wurde, sahen viele Anwohner keine andere Möglichkeit als sich aus ihren Fenstern abzuseilen oder gar hinaus zu springen. In der Außenanlage der Gedenkstätte Berliner Mauer siehst du die Schicksale dieser Menschen. Außerdem kannst du hier auch das Fundament eines einzigen Wohnhauses sehen, dessen Fassade die Grenzmauer bildete. An dieser Stelle der Stadt versuchten auch etliche Tunnel unter der Grenze hindurch zu graben und so in den goldenen Westen zu flüchten. Daher findest du hier auch viele Infos zu den Tunnelfluchten. Das Fenster des Gedenkens erinnert an die vielen Todesopfer an der innerstädtischen Grenze und im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte kannst du dich über das Leben und die Propaganda in der DDR und die deutsche Teilung informieren. Vom Aussichtsturm des Besucherzentrums kannst du dir auch einen originalgetreuen Teil eines Grenzstreifens ansehen.

Im S-Bahnhof Nordbahnhof auf der gegenüberliegenden Straßenseite kannst du dir auch die Ausstellung „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin„ ansehen. Zur Zeit der Teilung wurden viele Bahnhöfe nämlich nur durchfahren, kein Zug durfte anhalten. Die Hintergründe zu diesem skurrilen Phänomen kannst du dir hier in der Ausstellung anschauen.

Wo?

Gedenkstätte Berliner Mauer: Bernauer Straße 111, 13355 Berlin

Ehemalige Inhaftierte führen durch den Stasi-Knast

Warst du schon einmal in einem Stasi-Gefängnis? Wenn nicht, solltest du unbedingt den ehemaligen Stasi-Knast in Berlin Hohenschönhausen besuchen. Hier führen dich sogar ehemalige Inhaftierte durch die Zellen und erzählen von ihren Erlebnissen. Einst saßen hier Fluchthelfer, DDR-Oppositionelle und politische Gefangene ein. Durch die Führungen bekommst du einen ganz authentischen Eindruck von den unmenschlichen Haftbedingungen von 1946-1990.

„Inhaftiert in Hohenschönhausen“ ist der Titel der Dauerausstellung, in der ca. 300 Fotos und knapp 500 Exponate wie zum Beispiel Häftlingsbriefe und Kleidungsstücke zur Schau gestellt werden. In einem eigenen Teil dieser Ausstellung wird nicht nur die Welt der Opfer, sondern auch die der Täter beleuchtet.

Die Sonderausstellung „Stasi in Berlin„ zeigt die Dimensionen der staatlichen Repressionen in West-Berlin und in der DDR Hauptstadt. Zu den Highlights dieser Sonderausstellung zählt das 160 m² große Luftbild, das sogar begehbar ist. Mithilfe von Tabletts kannst du eine Vielzahl von Dienstobjekten und mehrere tausend konspirative Wohnungen entdecken. Hier lernst du individuelle Schicksale kennen und erfährst mehr über die verschiedenen Formen der Überwachung in Ostberlin. Du erhältst so einen Einblick in die vielen Verhaftungen und Entführungen, die es in der DDR gab.

Wo?

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen: Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Ines
ines@berlin-city-game.com

Ich liebe Berlin! Als eine der wenigen waschechten Berliner möchte ich dir meine Stadt zeigen. In Ost-Berlin geboren und aufgewachsen schreibe ich hier nicht nur über die typischen Sehenswürdigkeiten Berlins sondern auch über die Berliner Mauer und vielleicht nicht so offensichtliche aber dennoch spannende Orte in der Stadt. Komm mit auf die Reise nach Berlin und lass uns gern einen Kommentar da!